Leo Ensel
Dr. Leo Ensel („Look at the other side!“) ist Konfliktforscher und interkultureller Trainer mit Schwerpunkt „Postsowjetischer Raum und Mittel-/Ost-Europa“. Veröffentlichungen zu den Themen „Angst und atomare Aufrüstung“, zur Sozialpsychologie der Wiedervereinigung sowie Studien über die Deutschlandbilder im postsowjetischen Raum. Im Neuen West-Ost-Konflikt gilt sein Hauptanliegen der Überwindung falscher Narrative, der Deeskalation und der Rekonstruktion des Vertrauens. – Der Autor legt Wert auf seine Unabhängigkeit. Er fühlt sich ausschließlich den genannten Themen und keinem nationalen Narrativ verpflichtet.


Nehmen wir uns mal einen Moment Zeit und überlegen wir uns, was das eigentlich für Menschen sind, von denen wir regiert werden – und von denen in höchstem Maße die Zukunft von uns allen abhängt! Schauen wir noch gar nicht auf ihre Taten – biblisch gesprochen: die Früchte, an denen wir ...weiterlesen

Verhältnisse erschließen sich nicht selten im Kontrast. Stellen wir uns also für einen Moment vor, was zwar nicht jenseits aller Vernunft, aber doch jenseits der aktuellen politischen Wahrscheinlichkeit liegt: Bundeskanzler Friedrich Merz würde – durch welches Damaskuserlebnis auch immer erweckt und konvertiert – seinen Amtseid, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden, plötzlich ...weiterlesen

Im Oktober 1981 – einer ebenfalls sehr angespannten Zeit zwischen Ost und West im Vorfeld der Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper in Westeuropa – veröffentlichte der Arzt und Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter [1] (er gründete später die deutsche Sektion der „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs“ [2], IPPNW [3]) ein Buch, ...weiterlesen

Ich habe lange gebraucht, bis es mir langsam dämmerte. Und auch jetzt tue ich mich immer noch schwer, mental und – vor allem! – gefühlsmäßig in der neuen Realität, in der ich mich eher tastend voranbewege, anzukommen. Aber im Millimetertempo wird mir immer deutlicher, dass dieses Land, das sich nach wie ...weiterlesen

„Worte zu putzen, das überlasse ich dir“, meinte der Halbphilosoph. „Mir liegt allein an der Wahrheit.“ „Ärmster!“ rief der Philosoph. „Warum Ärmster?“ „Weil du nun auf beides verzichten musst.“ „Auf beides?“ „Jawohl. Auch auf die Wahrheit.“ „Auf welche?“ „Auf die Wahrheit über die Wahrheit.“ „Und die lautet?“ „Dass sie nur durch ...weiterlesen

„Worte zu putzen, das überlasse ich dir“, meinte der Halbphilosoph. „Mir liegt allein an der Wahrheit.“ „Ärmster!“ rief der Philosoph. „Warum Ärmster?“ „Weil du nun auf beides verzichten musst.“ „Auf beides?“ „Jawohl. Auch auf die Wahrheit.“ „Auf welche?“ „Auf die Wahrheit über die Wahrheit.“ „Und die lautet?“ „Dass sie nur durch ...weiterlesen

„Es war Krieg, aber der Krieg war weit weg, und weil er weit weg war, musste Vater dorthin verreisen. Mutter und ich durften manchmal Vater ein Stück begleiten.“ So eröffnet Marianne Rosenbaum Anfang der Achtziger Jahre die Erzählung zu ihrem Film „Peppermint-Frieden“. „Und warum darf der kleine Russenjunge in den Krieg?“ ...weiterlesen

Valentina, geliebte Babuschka im vierten Stock der sowjetischen Plattenbausiedlung in der halbe Millionenstadt in der russischen Provinz! Ich schreibe Dir in großer Sorge und unendlicher Traurigkeit. Vor 84 Jahren bist Du auf diese Welt gekommen – zum falschest möglichen Zeitpunkt! Mitten hinein in den schrecklichsten aller Kriege. Und wir Deutschen hatten ...weiterlesen

„Mitte der 1950er Jahre, zu dem Zeitpunkt gehörte ich bereits der Führung des Jugendverbands Komsomol in Stawropol an, bekam ich eine damals für die Öffentlichkeit geheime Dokumentation über die Folgen einer Atombombenexplosion gezeigt. Von einer Sekunde auf die andere verwandelten sich Häuser in Trümmerhaufen, von den Haustieren blieben nur verbrannte Skelette ...weiterlesen

Im Vorfeld der Friedensdemonstrationen vom 3. Oktober in Berlin und Stuttgart sprach einer der Veranstalter, Willi van Ooyen, in einem Interview mit den NachDenkseiten [1] über die wachsende Kriegsgefahr, die Militarisierung der Politik und die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Widerstands gegen die uns von Politik und Leitmedien tagtäglich eingehämmerte „Kriegstüchtigkeit“. In der Gefahrenanalyse ist ...weiterlesen

Leo Ensel
Dr. Leo Ensel („Look at the other side!“) ist Konfliktforscher und interkultureller Trainer mit Schwerpunkt „Postsowjetischer Raum und Mittel-/Ost-Europa“. Veröffentlichungen zu den Themen „Angst und atomare Aufrüstung“, zur Sozialpsychologie der Wiedervereinigung sowie Studien über die Deutschlandbilder im postsowjetischen Raum. Im Neuen West-Ost-Konflikt gilt sein Hauptanliegen der Überwindung falscher Narrative, der Deeskalation und der Rekonstruktion des Vertrauens. – Der Autor legt Wert auf seine Unabhängigkeit. Er fühlt sich ausschließlich den genannten Themen und keinem nationalen Narrativ verpflichtet.

Nehmen wir uns mal einen Moment Zeit und überlegen wir uns, was das eigentlich für Menschen sind, von denen wir regiert werden – und von denen in höchstem Maße die Zukunft von uns allen abhängt! Schauen wir noch gar nicht auf ihre Taten – biblisch gesprochen: die Früchte, an denen wir ...weiterlesen

Verhältnisse erschließen sich nicht selten im Kontrast. Stellen wir uns also für einen Moment vor, was zwar nicht jenseits aller Vernunft, aber doch jenseits der aktuellen politischen Wahrscheinlichkeit liegt: Bundeskanzler Friedrich Merz würde – durch welches Damaskuserlebnis auch immer erweckt und konvertiert – seinen Amtseid, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden, plötzlich ...weiterlesen

Im Oktober 1981 – einer ebenfalls sehr angespannten Zeit zwischen Ost und West im Vorfeld der Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen und Marschflugkörper in Westeuropa – veröffentlichte der Arzt und Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter [1] (er gründete später die deutsche Sektion der „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs“ [2], IPPNW [3]) ein Buch, ...weiterlesen

Ich habe lange gebraucht, bis es mir langsam dämmerte. Und auch jetzt tue ich mich immer noch schwer, mental und – vor allem! – gefühlsmäßig in der neuen Realität, in der ich mich eher tastend voranbewege, anzukommen. Aber im Millimetertempo wird mir immer deutlicher, dass dieses Land, das sich nach wie ...weiterlesen

„Worte zu putzen, das überlasse ich dir“, meinte der Halbphilosoph. „Mir liegt allein an der Wahrheit.“ „Ärmster!“ rief der Philosoph. „Warum Ärmster?“ „Weil du nun auf beides verzichten musst.“ „Auf beides?“ „Jawohl. Auch auf die Wahrheit.“ „Auf welche?“ „Auf die Wahrheit über die Wahrheit.“ „Und die lautet?“ „Dass sie nur durch ...weiterlesen

„Worte zu putzen, das überlasse ich dir“, meinte der Halbphilosoph. „Mir liegt allein an der Wahrheit.“ „Ärmster!“ rief der Philosoph. „Warum Ärmster?“ „Weil du nun auf beides verzichten musst.“ „Auf beides?“ „Jawohl. Auch auf die Wahrheit.“ „Auf welche?“ „Auf die Wahrheit über die Wahrheit.“ „Und die lautet?“ „Dass sie nur durch ...weiterlesen

„Es war Krieg, aber der Krieg war weit weg, und weil er weit weg war, musste Vater dorthin verreisen. Mutter und ich durften manchmal Vater ein Stück begleiten.“ So eröffnet Marianne Rosenbaum Anfang der Achtziger Jahre die Erzählung zu ihrem Film „Peppermint-Frieden“. „Und warum darf der kleine Russenjunge in den Krieg?“ ...weiterlesen

Valentina, geliebte Babuschka im vierten Stock der sowjetischen Plattenbausiedlung in der halbe Millionenstadt in der russischen Provinz! Ich schreibe Dir in großer Sorge und unendlicher Traurigkeit. Vor 84 Jahren bist Du auf diese Welt gekommen – zum falschest möglichen Zeitpunkt! Mitten hinein in den schrecklichsten aller Kriege. Und wir Deutschen hatten ...weiterlesen

„Mitte der 1950er Jahre, zu dem Zeitpunkt gehörte ich bereits der Führung des Jugendverbands Komsomol in Stawropol an, bekam ich eine damals für die Öffentlichkeit geheime Dokumentation über die Folgen einer Atombombenexplosion gezeigt. Von einer Sekunde auf die andere verwandelten sich Häuser in Trümmerhaufen, von den Haustieren blieben nur verbrannte Skelette ...weiterlesen

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